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Artikel geschrieben von: Werner
Oder auch: Das Spiel zum Film zum Spiel

Doom kennen die meisten von euch als einen der berühmtesten Ego Shooter. Das man auch ohne PC Doom spielen kann, zeigt die Brettspielversion von Fantasy Flight Games. (Homepage: )


Das Spiel kommt in einem sehr schweren, bis an den Rand Vollbepackten Karton – hat man einmal alle Spielsteine und das Spielfeld aus den Bögen gebrochen wird es trotzdem nicht geräumiger, ein größerer Karton wäre vielleicht sinnvoll gewesen.
Das Highlight des Spiels sind aber sicherlich die Monsterminiaturen (insgesamt 63 + 3 Marines), die es vom Detailgrad schon fast mit Table Top Miniaturen aufnehmen können.



Neben den Miniaturen, den Spielfeld und den Spielsteinen/Würfeln sind natürlich die Regeln und die Kampagne enthalten.



Wer Spiele wie Star- oder Heroquest kennt wird sehr schnell Ähnlichkeiten erkennen. Die Spieler bewegen sich mit ihren Marines auf dem Spielfeld umher, müssen ein bestimmtes Ziel erreich, was der Spielleiter verhindern soll. Das Spielfeld wird dabei immer nur so weit aufgebaut, wie die Spieler es sehen können (im Gegensatz zu Starquest - bei Hero Quest ist zwar das Spielbrett starr, die einzenen Elemente werden allerdings erst bei Sichtbarkeit aufgedeckt).

Es können maximal drei Marines ihr Glück versuchen. Stirbt einer von ihnen im Spiel, hat er nicht verloren, sondern kommt mit einem neuen Leben wieder und der Spielleiter erhält einen Kill. Ab einer gewissen Killzahl haben die Spieler dann endgültig verloren. (Dabei ist es egal, ob ein Marine drei mal getötet wurde und ein anderer nur einmal, es zählt die Gesamtzahl der Kills)

Die Marines bewegen sich, am besten im Team, über das Spielfeld, auf welchem sie Gegenstände wie Waffen, Lebensenergie oder Rüstung finden können. Vor allem das aufsammeln stärkerer Waffen wird überlebenswichtig um gegen die wirklich starken Monster eine Chance zu haben!
Um einen gewissen Glücksfaktor ins Spiel zu bringen, ziehen die Marines vor Spielbeginn je zwei Karten mit Fähigkeiten, die ihnen im Spiel helfen können (stäkere Rüstung, bessere Lebensenergie oder besondere Kommandos). Der Spielleiter dagegen zieht Karten, mit denen er es den Marines noch schwerer machen kann, durch z.B. zusätzliche Monster auf dem Spielfeld oder unvorhergesehene Ereignisse (Munition geht aus, Spieler wird eingeschlossen,&hellipAugenzwinkern



Die Testspiele verliefen allesamt sehr spaßig, der Spielleiter darf so richtig böse sein und die Spieler müssen versuchen dagegen zu bestehen. Der Spielleiter kann aus insgesamt fünf vorgefertigten Missionen wählen – was leider viel zu wenig ist, hier wäre ein ordentliches Missionsbuch angebracht gewesen! (Auf der Homepage gibt es eine neue Mission)
Die Regeln des Spiels sind nach kurzer Zeit sehr eingängig, sodass nachschlagen nicht mehr nötig ist. Decken die Spieler einen neuen Teil des Spielfeldes auf, kann das allerdings den Spielfluß kurzzeitig stören – hat man keinen Platz alle Teile auszubreiten, muss man in der viel zu kleinen Box rumwühlen. Eine CD mit dem Doom Soundtrack wäre auch nicht schlecht gewesen um eine bessere Spielatmosphäre zu schaffen, aber man kann nicht alles haben.
Eine Erweiterung ist bereits in Vorbereitung, die neue Monster bringt sowie neue Marines, sodass man auch ohne zwei Spiele Deathmath spielen kann.

Abschließen ist das Spiel also durchaus eine Empfehlung Wert, hier noch mal die wesentlichen Punkte kurz zusammengefasst:

8/10 Punkten
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