Monsters Menace Amerika - Gemeinschaftsspiele Artikel - Fantasy-Workshop.de
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Artikel geschrieben von: Rev_Blackjack
Das Land of the Free hat ein Problem – nein, eigentlich vier. Denn genau so viele Riesenmonster sind aufgetaucht, um das Land in Schutt und Asche zu legen. Sie alle verfolgen nur ein Ziel: Das größte und stärkste zu werden und den anderen Monstern zu zeigen, wo der Hammer hängt. Dazu müssen sie Städte zertrampeln, um stärker zu werden, neue Kräfte durch Mutationen bekommen und Sehenswürdigkeiten vernichten, um im Ruf zu steigen. Aber Gott sei Dank gibt es ja noch die US-Streitkräfte, die alles daran setzen, der Bedrohung Herr zu werden…

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Ein Blick auf die Schachtel




„Monsters Menace America“ ist das, was man wirklich „Kultspiel“ nennen darf: geschätzte 99,9% der Weltbevölkerung hat noch nie davon gehört, aber eine kleine Fangemeinde schwört darauf. Zwei bis vier Spieler treten gleichzeitig als Monster und als Teil der Streitkräfte gegeneinander an und dürfen ihre destruktiven Züge vollends ausleben. Die Monster sind liebevoll designt und bemalt. Da hätten wir den Riesenaffen „Konk“, der mit seinen Riesenpranken die Kampfjets gleich Reihenweise vom Himmel fegt, die Gottesanbeterin „Gargantis“, die ihre Kräfte einem Atombombeneinschlag verdankt, „Toxicor“, der lebende Beweis, dass man Giftmüll nicht einfach in den Fluss kippen sollte, „Zorb“, das Riesenauge aus Area 51, „Tomanagi“, den letzten überlebenden Tomanagisaurus und „Megaclaw“, der seine Größe einem abgestürzten Atom-Satelliten (fragt nicht) verdankt. Ihr merkt schon, hier geht es nicht um Wissenschaft, sondern um Klischees, vorzugsweise aus den guten alten Monsterfilmen von „King Kong“ bis „Godzilla“.
Auf der Seite der Streitkräfte treten die Army, die Navy, die Marines und die Air Force an, um den Riesenbiestern Paroli zu bieten.

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Die Spielfiguren




Jeder Spieler übernimmt also eines der Monster und einen Teil der Streitkräfte. Sein Ziel ist es, seine Kräfte aufzupowern und in einem finalen Kampf die anderen Monster zu besiegen. Gleichzeitig hetzt er seine Panzer, Raketenwerfer, U-Boote, Jets und Cruise Missiles gegen die anderen Monster, um sie zu schwächen. Städte, die zertrampelt werden, geben einen Bonus auf die Lebensenergie, Sehenswürdigkeiten Extraangriffe und in bestimmten Gegenden (wie in Roswell oder dem zerstörten Nuklearreaktor auf Three Mile Island) Mutantenkräfte wie Laseraugen, Flügel oder festere Haut. Die Armee dagegen kann sich mit Laserpanzern, Fangnetzen oder den geheimen schwarzen X-Jets aufbauen, oder, wenn sie Glück hat, auf die Hilfe des Riesenroboters oder Captain Colossus bauen. Hier ist taktischen Denken gefragt: Setze ich lieber noch ein paar Einheiten aufs Feld oder forsche ich lieber etwas?

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Action in Amerika




Womit wir schon bei der Frage nach dem taktischen Anspruch wären: MMA ist nicht so anspruchsvoll wie andere Strategiespiele, weder von den Regeln noch vom Spiel selbst. Es geht mehr um den Spaß daran, andren eins auszuwischen und ein bisschen was kaputt zu machen. Selbst Neulinge in Sachen „Alternatives Brettspiel“ sollten keine Probleme haben, die Regeln zu durchschauen und ihren Spaß an der Sache haben.

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Zorb kriegt Gesellschaft




MMA macht Spaß. Das ist auf jeden Fall klar. Es ist kein Spiel wie „Axis & Allies“ oder „Civilisation“, das man einen ganzen Tag hindurch spielt. Länger als zwei Stunden muss man nicht unbedingt einplanen, denn sind erst einmal genug Städte zertrampelt, rückt das Ende schnell näher. Doch vor dem Finale liegt eine Menge Fun, wenn man seine Gegner mit abgedrehter Technik durch die Gegend hetzt, sich mit anderen Spielern kurzzeitig verbündet um ihnen im nächsten Zug in den Rücken zu fallen und mal eben über New York drüberlatscht.

Das Spiel sieht gut aus, die Figuren sind, wie bereits erwähnt, liebevoll gestaltet und die gesamte Aufmachung könnte aus den großen B-Movies der 50er und 60er Jahre stammen.

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Ein Datenblatt




Fazit: Wenn man gerade Spaß an etwas abgedrehtem und drei Mitspieler hat, die ein bisschen Englisch können, hat man das Spiel in 15 Minuten begriffen und ein paar Stundenlang Spaß. Eine kleine, zu Unrecht unbekannte Perle im großen Spieleuniversum.

7/10

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