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Artikel geschrieben von: Cabal


Bevor der Con nun startete, nahm die SL jeden Spieler bei Seite um eine kurze Vorgeschichte mit ihm zu klären. Meine war, dass ich auf der Suche nach Energiezellen wäre. Energiezellen sind leuchtende Würfel, so groß wie zwei Fäuste nebeneinander und erzeugen genug Storm, dass ich bei meinem Clan der absolute Held war.
Auf der Suche nach diesen Dingern kam ich in die Nähe dieses Bunkers, wo ich von einem seltsamen Nebel überrascht worden war und bewusstlos wurde. Mit dem „In-Time“-Ruf würde ich wieder wach werden, leider ohne Waffen und ohne Ahnung wen ich alles kennen würde (jeder Spieler startete mit einer leichten Amnesie).
Ein fieses Grinsen huschte über mein Gesicht: kennen würde ich eh keinen und im unbewaffneten Nahkampf würde mir eh keiner das Wasser reichen...



Folgendes ist für den Ablauf des Con sehr wichtig: der Bunker hatte keine Fenster und war dunkel! In den Gängen waren keine Lampen an und die Räume waren auch eher spärlich beleuchtet.
Außerdem sahen alle Etagen irgendwie gleich aus, einige Türen und Treppenzugänge waren geschlossen, so das man einige Zeit herumrennen musste, ohne auf dem kleinen Platz den Raum zu finden, zu dem man eigentlich wollte.



Der Con fing interessant an, man wurde ja immerhin völlig ins kalte Wasser geworfen. Also spielte man sich ein wenig warm, in den man sich vorsichtig umguckte und Kontakt zu den ersten Leuten aufnahm. Bei mir sah das so aus, dass ich rumlief und jeden anschrie und beschuldigte mir meine Waffen geklaut zu haben.
Irgendwann nutze ich dann die Chance um mich schon mal nach oben abzusetzen und so durchforstete ich alle Räume, aber ohne etwas wirklich interessantes zu finden, abgesehen von so einem kleinen Teil das leuchtet und echt Krach macht.

Wenigstens hatte ich schon früh meine erste Auseinandersetzung. Ich kam in einem Raum wo viele Fläschchen und andere chemische Sachen auf einem Tisch standen. Da ich die Dinger interessant fand, wollte ich mich natürlich bedienen, aber ein Richter wollte mir in die Quere kommen. Also gab es ne kleine Schlägerei... ich muss ja wohl nicht sagen wer gewonnen hat. Wahrscheinlich hätte ich den Burschen auch totgeschlagen, aber ein anderer mischte sich ein und belegte mich mit der Psikraft Furcht, so dass ich erst mal Abstand halten und fliehen musste.

Die nächste Zeit war gefüllt mit viel rumlaufen, ohne das etwas spektakuläres passierte. Ich kam ein paar der anderen Spieler näher, aber so mancher hielt sich auf Abstand, da ich ganz offensichtlich Schrotter war.
Interessant wurde es dann erst als ich in einem Labyrinth ein Messer fand. Ein paar kleine Handwaffen wie Messer und Wurfäxte tauchten auf. Wie sich später rausstellte waren die von der Orga gar nicht eingeplant.
Leider kam dieses Messer nie zum Einsatz. Schade auch, aber die reine Masse der Leute die sich gegen mich gewand hätten wenn ich jemanden abgestochen hätte, war einfach zu groß.

So passierte die erste Zeit nicht viel, doch ich war gut mit herumlaufen beschäftigt. Im Bunker hatte ich so gar kein Zeitgefühl, also kann ich gar nicht sagen wie viel Zeit damit drauf ging, langweilig wurde es jedoch noch nicht.

Zwischendurch wurde ein Computer ans Laufen gebracht. Ich hatte den auch schon entdeckt, konnte nur leider gar nichts damit anfangen. Einmal weil bis dahin eine funktionierende Tastatur fehlte und weil ich die Fertigkeit dazu gar nicht besaß. Ein Glück, den in dem Raum befand sich eine an den Computer angeschlossene Selbstschussanlage und die sorgte ab jetzt regelmäßig für Verwundete.
Insgesamt hatten die Heiler viel zu tun, irgendwie kam es immer zu Verletzten, einem armen Kerl schien man sogar die Kehle durchgeschnitten zu haben, jedoch so unprofessionell, dass der das sogar überlebte.

Ich will noch einmal kurz darauf hinweisen, dass ich echt kein Zeitgefühl mehr hatte! Deswegen weiß ich nicht, ob ich alle Ereignisse in der richtigen Reihenfolge wiedergeben kann...

An einen Zwischenfall kann ich mich noch ganz deutlich erinnern: irgendjemand hatte ein Feuer gelegt um irgendetwas abzufackeln. Leider reagierte der Bunker mit seiner Löschfunktion, die Gas fluten ließ. Und das Gas flutete wirklich! Stockwerk für Stockwerk kam die Durchsage, dass die Flutung eingeleitet worden war, was für uns nichts anderes hieß also Erstickungsgefahr. Also flohen wir immer weiter nach unten, bis wir dann alle auf engsten Raum zusammengequetscht waren. Hier hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass ich nicht überleben würde, ein Gefühl das ab hier die ganze Zeit anhielt!
Wir überlebten doch, das Feuer war gelöscht, das Gas wurde abgesaugt und ich hatte den Entschluss gefasst, egal was komme, ich wollte überleben. Das Problem ist, ich bin mir nicht mehr ganz sicher wann genau dieses Ereignis war, aber es sollte vor der Pause stattgefunden haben.

Anscheinend hatten die ersten Spieler schon ihre Waffen wiedergefunden, leider waren meine nicht dabei. Dann wurde auch schon eine Versammlung eingerufen, wo wir uns alle mal beratschlagen wollten. Gute Idee irgendwie, aber nicht für meinen Charakter, für den war es irgendwie uninteressant.
Ein paar der Heiler hatten wohl anhand von Aufzeichnungen ein Mittel gefunden, dass das Gedächtnis wieder herstellen würde, zur Probe hatten sie aber erst zwei Portionen zubereiten können. Eine große Diskussion entbrannte wer das ganze testen dürfte, mein Vorschlag, ich sollte als erster trinken wurde direkt abgelehnt und damit war es auch für mich langweilig.
Zwei Leute tranken, beide erinnerten sich, ganz toll.
Wenn ich mich richtig erinnere wurden wir auch hier das erste Mal von einem Kampfroboter angegriffen. Ihr glaubt nicht wie groß die Panik da werden kann!
In einem Raum, mit nur einem Ausgang und das ohne Waffen! Die meisten fühlten ebenso wie ich, doch der Roboter konnte überwältigt werden, also wieder einmal mit dem Leben davon gekommen...

Irgendwann war dann auch eine kleine Pause im Spiel. Ich kann beim besten Willen nicht sagen wie lange die ging, aber das war auch egal. Es wurde Pizza bestellt und man hatte ein bisschen Zeit miteinander Out-Time zu reden.
So war die Pause zwar ganz nett, aber sie störte den Spielfluss doch ungemein! Nach der Pause musste man erst mal wieder in das Spiel reinkommen und das merkte man aus deutlich, da das Spiel ziemlich schleppend wieder anlief.

Ab hier kam es immer wieder mal zu Zwischenfällen mit Kampfrobotern, an denen ich jedoch nicht beteiligt war, nur wenn’s mal ums wegrennen ging. Oft verschwanden die Roboter dann auch von alleine, glaube ich jedenfalls.

Leider wurde hier das Spiel etwas langweilig für mich: ich hatte alle Räume abgeklappert ohne etwas tolles zu finden. Ab jetzt hieß es warten oder nach klitzekleinen Schlüsseln suchen, was ich dann auch ohne Erfolg tat.

Die zweite Versammlung wurde dann einberufen. Hier bekamen wir endlich durch die Tränke unser Gedächtnis zurück, was mir halt leider nicht viel brachte, da ich ja eh keinen kannte. Wenigstens sichtete ich eine Energiezelle, leider war diese aber an ein wichtiges Gerät angeschlossen.
Mit dem wiederkehrenden Gedächtnis fing dann auch eine Prügelei unter den Wiedertäufern an, da der Chef den anderen Verrat vorwarf. Leider mischten sich auch hier wieder andere ein und es kam wieder nicht zu Toten! Hätte ich meine Waffe gehabt, hätte es Tote gegeben.
Und noch etwas seltsames passierte: eine Stimme erklang über die Lautsprecher und teilte mit, dass die Heilerin die den Trank gemischt hatte irgendeine Prüfung bestanden hätte. Das sagte mir jetzt so rein gar nicht und um ehrlich zu sein interessierte es mich auch nicht.

Die nächste Zeit kann man jetzt gut raffen. Es war eine Mischung auf warten, langweilen, Waffensuchen, angegriffen werden und so weiter. Techniker versuchten das System des Bunkers wieder herzurichten und für mich gab es so leider keine Möglichkeit irgendetwas zu tun.

Doch auch diese Zeit verging! Irgendwann erging dann die Nachricht, dass auch die letzten Waffenverstecke gefunden worden sind, leider waren auch da meine wieder nicht dabei. Aber dafür sollten neue Waffen im Labyrinth aufgetaucht sein.
Im Eingang des Labyrinthes fand ich sogar einen Revolver. Out-Time gehörte dieser mir zwar nicht, In-Time nahm ich ihn aber an mich.
Auf einmal war ein Kampfroboter hinter mir. Das Labyrinth war so gebaut das man fast nur kriechen konnte und viel klettern musste, deswegen war eine Flucht da drin fast unmöglich und der Roboter holte mich ein. Seine Bewaffnung bestand aus zwei Handfeuerwaffen und als er sich dann über mich beugte und abdrückte dachte ich, dass wäre es jetzt gewesen.
So stand das Ding vor mir und ballerte wie ein Wahnsinniger... verwunderlich war nur, dass mich trotz der kurzen Entfernung keine Kugel erreichte! Beide Waffen hatten Ladehemmungen, so viel Schwein muss man erst mal haben!

Vor der letzten Versammlung passierte noch einiges: der Chef der Wiedertäufer wurde vom Bunkercomputer zum „Bunkerpriester“ ernannt, ein anderer Techniker zum „Bunkertechniker“. Ich wusste immer noch nicht was es damit auf sich hat, aber dann kamen auch Durchsagen, dass Personen den Bunker verlassen hatten... alles für mich sehr verwirrend. Doch eines zeichnete sich langsam ab: viel Zeit würde uns nicht mehr bleiben!

Endlich wurde ich aufgeklärt: Keiner wusste genau wie wir in den Bunker gelangt waren, aber es fand hier eine Art Test statt. Es gab sieben Positionen zu bekleiden und jede Position musste man sich verdienen. Wer jetzt zum Beispiel „Bunkertechniker“ war, der bekam eine Chipkarte, mit der man Zugriff auf die Computerterminals hatte UND mit denen man den Bunker verlassen konnte.
Unsere Situation sah so aus: Die Positionen des Priesters, des Technikers und der Chemikerin waren schon vergeben. Der Priester hatte den Bunker verlassen, die Chemikerin wurde beklaut und eine andere Person war mit ihrer Karte geflüchtet.
Die offenen Positionen waren: der Biologe, der Sicherheitschef, der Meuchelmörder und der Bunkerkommandant.
Nachdem ich diese doch wichtigen Infos endlich erhalten hatte wurde eine letzte Versammlung einberufen.

Jetzt erst konnte ich das ganze Ausmaß erst sehen! Wir waren vielleicht noch die Hälfte der anfänglichen Leute, schon so mancher war zwischendurch gestorben ohne dass ich es mitbekommen hatte!
Anscheinend hatte einige Leute sich zusammengesetzt und angefangen zu planen, auf jedenfall wurde kund getan, das der Posten des Kommandanten jetzt belegt werden sollte, damit wir einen Weg finden konnten alle lebend raus zu kommen.
Ein Bewerber sagte das dem Computer und dieser sagte die Bedingungen: entweder musste der Kommandant eine gute Stimme haben und das durch singen beweisen oder er musste seine Argumente gut vorbringen (das mit dem Singen war kulturbedingt: da es im Bunker so dunkel war, brauchte man das für die Moral der Leute und wer gut singen konnte hatte einen klaren Bonus).

Zuerst sah es so aus, als würde sich nur einer bewerben. Der Anwärter hielt eine (langweilige) Rede, warum er der beste dafür war. Als der Computer dann nachfragte, ob sonst noch jemand sich bewerben wollte, zögerte ich kurz.
Dann meldete ich mich! Verflucht! Das war eine Möglichkeit hier lebend raus zu kommen! Also sag ich eine Liedstrophe und da kein weiterer Bewerber mehr anwesend war, wurde ich zum Kommandanten gemacht.

Meine Gedanken überschlugen sich: was soll ich machen? Soll ich fliehen? Was kann ich hier noch abgreifen? Werden die mich aufhalten?
Ich musste Zeit zum Nachdenken bekommen, also gab ich irgendwelche Befehle um Zeit zu gewinnen.

Wir brauchten Waffen, dass war klar! Denn ich wollte immer noch lebend hier aus. Um Waffen zu bekommen brauchten wir einen Sicherheitschef. Zwei Leute stellten sich bereit, doch ihr Test war härter.
Wir waren wieder in einem Sackgassenraum und der Bunker befahl Robotern einen Angriff auf uns. Wer sich von den Anwärtern sich besser schlagen würde, der würde der Sicherheitschef werden.
Um es kurz zu sagen, ich fand beide waren eher schlecht. Die Anwärter zögerten, redeten zu viel und keiner hatten einen Plan wie man handeln könnte. Nach einiger Zeit wurde es dann endlich einer von den beiden und die Waffenkammern wurden geöffnet.

So kam ich auch endlich wieder an meine Waffen. Nur was nun weiter? Sollte ich ohne Energiezelle fliehen? Sollte ich die armen Schweine wirklich hier verrecken lassen? Ich wusste es ehrlich nicht und obwohl ich doch wirklich sehr an meinem Leben hing wollte ich den Leuten hier auch helfen raus zu kommen.
Doch mich beschlich immer stärker das Gefühl, dass mein Leben kaum noch was wert sei! Ich gab immer noch Befehle wie eine Drogenkontrolle, oder hier und dort mal ein System zu überwachen, aber das ganze auch wieder nur um zu sehen ob sich nicht eine gute Möglichkeit geben würde, die Energiezelle zu stehlen. Leider gab es die nicht und auch keinen guten Plan, wie man alle lebend aus dem Bunker bekommen könnte.

Ich hielt mich immer mehr abseits von der Gruppe, denn ich bekam das Gefühl, dass man mich als ersten töten würde wenn es keinen Ausweg mehr gab.
Mit der Zeit wurde ich echt paranoid und deswegen fragte ich beim Bunkercomputer, auch „Mutter“ genannt nach, ob es eine Möglichkeit gäbe, alle lebend aus dem Bunker zu schaffen. Der Bunker verneinte.
Meine zweite Frage war, was passieren würde, wenn man mich töten würde. Die Antwort: mein Posten müsste neu vergeben werden...
Damit war meine Entscheidung klar. Ich überließ die anderen ihrem Schicksal und floh mit Hilfe meiner Bunkerkarte in die dunkle Nacht, raus aus dem verfluchten Bunker...



Die anderen Spieler schafften es auch nicht eine gute Lösung zu finden. Der Techniker konnte noch fliehen, den Sicherheitschef gab es nicht mehr, weil er gegen eine Regel verstoßen hatte. Irgendein Posten wurde noch vergeben und in den letzten Minuten, vor Ende des Countdowns, wo alle Insassen getötet worden wären, brachten sich alle Spiele gegenseitig wegen der Karte um. Nur eine Spielerin schaffte es noch lebend aus dem Bunker...

Ingesamt waren also nur 5 Leute dem Bunker entkommen, einer davon war sogar ein NSC. Alle anderen Spieler fanden im Bunker ihren Tod.



Es gab noch so einige kleinerer Handlungen, an denen ich auch beteiligt war. Nur wegen dem fehlenden Zeitgefühl kann ich mich kaum entsinnen, wann diese stattgefunden haben sollen. Aber als Überblick stimmt das von mir erzählte schon, jedenfalls aus meiner Perspektive. Was ich leider nicht beschreiben kann, war die Stimmung, welche die ganze Zeit vorgeherrscht hat. Auch wenn der Con leider zeitweise seine Strecken hatte, durch die Bunkeratmosphäre herrschte die ganze Zeit ein interessantes Endzeitfeeling.

Die Fortsetzung folgt in "die Entdeckung der Endzeit 3 - das Fazit" am 15.10.
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