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Die Abkürzung Larp steht für Live Action Roleplaying Game, oder auch Liverollenspiel. Im Gegensatz zu den bekannteren PC-Rollenspielen wie Diabolo oder den klassischen Pen&Paper Rollenspielen wie DSA spielt sich Liverollenspiel, wie der Name vermuten lässt, live, also in der Realität, ab.

Wie soll man sich das nun vorstellen? Wie bei allen Rollenspielen müsst ihr euch am Anfang einen Charakter erstellen. Diese Person werdet ihr dann, wie in einem Theaterstück spielen. Ihr interagiert selber mit den anderen Spielern und habt die freie Wahl, wie ihr vorgeht.
Natürlich gibt es einige Sachen, die ihr persönlich nicht schaffen würdet, wie z.B. Feuer machen indem ihr Hölzer aneinander reibt oder ein Schloss mit einer Haarnadel öffnen. Um dennoch solche Aktionen durchführen zu können, bieten die einzelnen Regelwerke Lösungen dafür an.



Ein wichtiger Teil beim Larp ist die Ausrüstung, denn alles was euer Charakter haben soll müsst ihr selber besorgen. Das beginnt bei der Kleidung, diese wird von Larpern Gewandung genannt, geht über larptaugliche Waffen und Rüstung (darauf gehen wir später noch ein) bis hin bis zu den kleinen aber feinen Gegenständen, die das Spiel eueres Charakters besser aussehen lassen, wie z.B. Trinkhörner, Geldbeutel usw...



Ihr habt nun also eine Rolle, die ihr immer schon mal spielen wolltet und die passende Ausrüstung? Dann fehlt euch nur noch eine Veranstaltung oder Convention, kurz Con, wo ihr euere Rolle ausspielen könnt. Diese Veranstaltungen sind in der Regel privater Natur. Dort treffen sich die verschiedenen Spieler um gemeinsam zu spielen. Das ist ein wichtiger Satz: man spielt gemeinsam!

Das gemeinsame Spiel ist die oberste Regel beim Larp. Auch wenn euer Charakter vielleicht aus persönlichen Gründen keine Elfen mag, trotzdem spielt ihr nicht gegen die Elfenspieler, sondern mit ihnen zusammen. Es soll ja alles Spaß machen, denn die anderen bezahlen genau so viel Geld wie ihr. Das heißt jetzt nicht, dass ihr zu allen im Spiel freundlich sein müsst (Gott bewahre bei meinen eigenen rollen J), aber ihr müsst denen ja nicht das Spiel verderben.



Kommen wir zu den interessanten Dingen, wie kämpfen und Magie. Zur Magie kann man leider nicht viel allgemeines sagen, denn es gibt wie erwähnt verschiedene Regelwerke, aber folgende Faustregel gilt immer: was ihr tun wollt muss gut dargestellt werden, also eine mystische Zauberformel, Rituale und für einen Feuerball zum Beispiel einen Softball den ihr werft.

Das kämpfen sieht anders aus, hier bekämpft man sich gegenseitig mit Larpwaffen und wer besser ist gewinnt (auch hier können wieder Regelwerke greifen, so das verschiedene Charaktere Vorteile haben können).
Da man sich beim Kämpfen schnell verletzten kann, gibt es ein paar wichtige Grundregeln. Die wichtigste ist, immer auf den Veranstalter zu hören, wenn ihr euch nämlich daneben benehmt werdet ihr vom Kampf entfernt!
Die Waffen die ihr benutzt dürfen echt sein, dagegen Rüstungen die ihr tragt echt sein! Standardmäßig werden im Larp sogenannte Latexwaffen benutzt. Diese bestehen aus einem Kernstab, umgeben mit Schaumstoff, der wie eine Waffe geformt ist und für das bessere Aussehen zusätzlich bemalt werden kann. Lasst euch von dem Schaumstoff nicht täuschen: die Dinger können immer noch ordentlich weh tun.
Rüstungen dürfen nicht aus Blech oder Plastik sein. Eine ordentliche Materialstärke und hochwertige Materialien sind gefordert - aber keine Angst, Kettenhemden sind mit 15kg noch gut zu tragen. Da es mittlerweile viele günstige Anbieter gibt, auch gar nicht mehr so teuer. Für die hochwertigsten Sachen muss man natürlich auch tiefer in den Geldbeutel greifen.



Beim Kämpfen dürfen einige Körperstellen nicht getroffen werden, diese sind: Hände, Kopf, Hals und Genitaltreffer (oh Gott kann das weh tun) und alles andere was echten Schaden zufügen kann. Warum das so ist? Diese Treffer wären die wirkungsvollsten - aber man will ja nicht real zum Krüppel geschlagen werden.
Deswegen gilt auch: dämpft euere Schläge, schlagt also nicht voll drauf ein, wenn ihr das tut bekommt ihr ganz schnell ganz großen Ärger. Auch darf nicht gestochen werden, weil das mit den Waffen zu gefährlich ist.
Treffer die ihr kassiert müsst ihr ausspielen. Also lassen euch Treffer aufs Bein humpeln oder stürzen usw... Lasst euch davon nicht abschrecken, ein guter Kampf macht einen Heidenspaß! Aber Sicherheit geht nun mal vor. Es gibt wenig Verletzte beim Larp und das soll auch so bleiben.



Hier noch ein paar Begriffe und Befehle die euch während dem Liverollenspiel begegnen können:

= die Zeit in der ihr eueren Charakter spielt, kann auch als Befehl gehandelt werden
= die Zeit die ihr nicht spielt, also die „Realität“, kann auch als Befehl gehandelt werden
= Nichtspielercharaktere, werden von den Veranstaltern angeheuert, damit es auch Orks zum verhauen gibt
= Spielercharaktere, das sind die Spieler
= Spielleitung, oder auch Orga (wie Organisatoren), das sind die Schiedsrichter die das Spiel beaufsichtigen.


= eine kurze Spielunterbrechng, irgendwas ist passiert das eine Pause gemacht werden muss
= wenn dieser Ruf ertönt ist das In-Time, also gehört zum Spiel dazu, dass ein Charakter wohl verwundet wurde. Nicht zu verwechseln mit
= wenn dieser Ruf ertönt ist es ernst. Das Spiel wird unterbrochen (normalerweise wird sofort Out-Time gerufen) weil sich jemand wirklich verletzt hat.

Das meiste was ihr wissen solltet, müsste jetzt hier stehen. Für weitere Infos kommt in das Larp-Forum unserer Seite, e-mailt mir oder schaut euch die Seiten an die in unserer Link-Liste angezeigt werden.