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Artikel geschrieben von: Rev_Blackjack
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Wer jemals versucht hat, mit einem ordinären Bildverarbeitungsprogramm eine Karte für seine Rollenspielrunde zu zeichnen, ist unter Garantie schnell an die Grenzen seiner nervlichen Belastbarkeit gestoßen. Denn as Ergebnis ist in den seltensten Fällen sehenswert oder nutzbar. Hier hat die kleine englische Softwareschmiede ProFantasy eine Marktlücke gefunden und, wie ich finde, perfekt gefüllt: Nämlich mit dem Campaign Cartographer, der mittlerweile in der Version 2 pro auf dem Markt ist (und infolge dessen im Nachhinein nur noch CC2pro genannt wird). Im Gegensatz zu anderen Zeichenprogrammen funktioniert CC2 nicht auf Pixelbasis, sondern als CAD-System mit Polygonen. CAD findet man unter anderem in der Architektur, Maschinenbau und im Vermessungswesen. Es erlaubt einem das stufenlose Zoomen, Vergrößern und Verkleinern von Inhalten und eine „Layertechnick“ (dazu später mehr). Neben dieser alternativen Zeichenmethode ist CC2pro ein Modulares System. Neben dem Hauptprogramm, das sich bestens dazu eignet, Landkarten zu erstellen, sind Module für Stadtkarten, Dungeons und Häuser, Weltraumkarten und sogar ein Charakterzeichner enthalten. Die Module, die mir vorliegen, werden hier einer Prüfung unterzogen.




as Tool, das es einem erlaubt, Dungeons und Innenansichten von Häusern zu zeichnen. Mit einer alternativen Toolleiste auf der linken Seite (statt Landmasse erstellen z.B. Raum erstellen, statt Fluss erstellen Korridor zeichnen etc) und eigenen Symbolkatalogen ist ein wunderschönes Dungeon nur noch eine Frage der Zeit (wenig) und guter Vorstellungskraft (viel). Auch der Dungeon Designer basiert auf der CAD-Technologie, kommt mit eigenen Symbolkatalogen (Treppen, Fenster, ja sogar mehrere Monster wie Riesentausendfüßler und Orks aus der Vogelperspektive) und Hintergründen daher.






Mein heimlicher Favorit. Aus buchstäblich tausenden von Einzelteilen können Charakterbilder erstellt werden, die entweder auf den Heldenbogen gedruckt werden können, oder einfach als Portrait ausliegen oder, und das ist der Hammer: Als Aufsteller genutzt werden können, um auf Plänen Nahkampfsituationen nachzustellen. Zusätzlich dazu gibt es Bauteile für Monster (Minotauren, Zentauren, Illithiden, Vogelwesen) und Counter für „echte“ Ungeheuer wie Basilisken und Drachen.




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Mit den Symbol Catalogen 1-3 kommen noch mal wörtlich tausende Symbole dazu (Fantasy Overland, Fantasy Dungeons und Modern), Hexfelder lassen sich per Mausklick einfügen, es ist möglich, Felder für Battletech und GURPS zu erstellen. Kostenlos gibt es noch ein Tool, mit dem man Parcours für Robo Rallye (!!!) erstellen kann und einen Katalog, der Matrixpläne für Cyberpunk 2020 kreiert.

Bei all dem guten fragt man sich: Gibt es denn auch Schattenseiten? Ja, gleich drei Stück. Erstens: Das Programm läuft unter XP relativ instabil, es empfiehlt sich, den Windows 95 oder 98 Kompatibilitätsmodus einzuschalten. Zweitens: Der Preis ist relativ happig. Das Grundprogramm schlägt mit 35 Euro zu, die jeweiligen Add Ons liegen zwischen 20 und 35 Euro. Drittens: Da ProFantasy eine kleine Softwarefirma ist, die nur in geringen Auflagen produziert, sind die Lieferzeiten sehr hoch. Es ist zwar möglich direkt bei der firma zu bestellen, dafür benötigt man allerdings eine Kreditkarte.

Für die Benutzerfreundlichkeit und die Vielseitigkeit gibt es von mir locker 10/10 Punkten, Preis und Verfügbarkeit klauen allerdings 2 Punkte. So wären wir bei 8/10, allerdings löst das Programm einen kreativen Kick aus, der uns im Endeffekt auf 9/10 Punkte bringt. Spielleiter sollten es austesten, sie werden es nicht bereuen!
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