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Artikel geschrieben von: Werner
Napoleonics Spielbericht


Wie wir auf Napoleonics gekommen sind
Wie ihr in napoleonics gelesen habt, haben wir einen Ausflug zu Quirxel games in Geldern gemacht, wo uns das Table Top Napoleonics von Jürgen Kasperzak vorgestellt wurde. An dieser Stelle noch einmal danke an unser the_pandragon, der alles organisiert hat.


Über Napoleonics:
Napoleonics spielt zur Zeit der Napoleonischen Kriege (bei Wikipedia könnt ihr euch weiter informieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Napoleonische_Kriege). Typisch für diese Zeit waren große Armeen mit mehreren Tausend Soldaten, die in engen Formationen Seite an Seite in die Schlacht zogen. Damalige Feuerwaffen waren nur auf geringen Reichweiten effektiv, sodass die Schlachtreihen zum feuern oft nur wenige Meter voneinander entfernt Standen! Neben Fußsoldaten wurden auch berittene Einheiten eingesetzt, die mit ihren Sturmangriffen verheerende Verluste in den Gegnerischen Reihen verursachen konnte. Ebenso verheerend waren die Auswirkungen von Kanonen, die mit ihren schweren Geschossen ganze Reihen aus einem Regiment reißen konnten.

Ihr seht also, es gibt genug Stoff für ausgiebige Table Top Schlachten.


Spielablauf

Wie in den meisten TableTops wurden zuerst die Seiten und Startzonen der Spieler bestimmt. Wir haben auf einer großen Platte mit fünf Spieler je Seite gespielt. Die Platte war super gestaltet und wirklich ein Augenschmaus für alle Table Topper, wie ihr auf den Fotos erkennen könnt.


Pro Spieler waren 2000 Punkte vorhanden. Die Armeen waren sehr bunt gemischt.
Es gibt drei verschiedene Truppenarten aus denen man wählen kann: Infanterie, Kavallerie und Artillerie, in verschiedenen Ausführungen nach Ausrüstung und Ausbildung geordnet. So was wie Sonderausrüstung gibt es nicht und Charaktermodelle spielen eine untergeordnete Rolle. Auch Werte für Schaden und Widerstand gibt es nicht. Ein Treffer = ein Toter.





Das Spiel läuft in verschiednen Phasen ab und es wird je nach Phase nacheinander (durch Ini bestimmt) oder auch gleichzeitig agiert. Interessant ist die Tatsache, dass es mehrere Schussphasen gibt. Die Regeln nach denen die Phasen ablaufen sind eigentlich sehr einfach, also hat man das Spielgeschehen sehr schnell begriffen. Interessant ist auch, dass je nach Formation, die ein Regiment einnimmt, es Vor- und Nachteile im marschieren, schießen oder Moral hat.





1. Runde, das Spiel beginnt
Auch in diesem Spiel bewegen sich die Spieler rundenweise. Im ersten Zug ging es hauptsächlich darum, seine Einheiten in Position zu bringen, denn in Reichweite war bisher noch kein Gegner – ideal positionierte Kanonen können später das Spiel entscheiden!





2. Runde, die ersten Gefechte
Die ersten Kanonen sind aufgestellt und nehmen den Gegner unter Beschuss. Aufgrund der hohen Reichweite treffen die Kanonen allerdings kaum – die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer lag im Durchschnitt bei 15%, die mit einem W10 zu unterbieten sind!




3. Runde, ein Kessel bildet sich
Das Waldstück in der Mitte des Spielfeldes ist das erste Aufeinander treffen zwischen Plänklern beider Seiten. Die Angreifenden Plänklertrupps gewinnen die Überhand. Neben dem Wald beginnt sich ein Kessel zu formen, der später noch sehr viele Verluste auf beiden Seiten verursachen sollte.



4. Runde, Feindkontakt
Die ersten Trupps sind in Schussreichweite, auf beiden Seiten fallen die ersten Einheiten – die Moral der Truppen sinkt stellenweise so stark, dass ganze Linien einbrechen. Torbens versuch in den Kessel vorzustürmen wird blutig durch die Kanonen verhindert – seine Reihe bricht komplett ein, während Tims Reiterei von hinten nur zuschaut!
Kommentare des Teams:



Zitat:
Werner:
Das Spiel war anfangs etwas zäh, durch die Massen, die jedes Mal bewegt werden mussten – 10 Spieler waren vielleicht doch etwas zu viel. Doch die zähigkeit löste sich, nachdem wir Neulinge begannen die Regeln zu durchblicken. Die ersten Gefechte zogen sich ebenfalls hin, doch mit zunehmender Spieldauer war auch dies kein Problem mehr.
Das Spiel war sehr ausgewogen, sodass am Ende der Spielzeit noch kein definitiver Gewinner ermittelt werden konnte – zwar brach Marcs Frontabschnitt ein, doch der Kessel an dem Waldgebiet versursachte gerade Torben zum ausgleich schwere Verlust – und meine Einheiten zur Linken des Waldes waren kurz davor in Schussreichweite von Torbens und Tims Kanonen zu kommen.
Die Regeln selbst finde ich gelungen, auch wenn einige Dinge noch nicht ganz ausgefeilt sind. Die Miniaturen finde ich klasse – sie zeigen so richtig schön die Masse des Spielfeldes.
Die starken Auswirkungen von Moraltests können zwar ärgerlich sein spiegeln aber, meiner Meinung nach, das damalige Schlachsystem gut wieder.


Zitat:
Marc:
Das Spiel basiert auf 15mm Figuren aus Zinn, was ich persönlich nicht so toll finde, da Zinn ziemlich schnell kaputt geht, bzw. sich verbiegt. Das Regelwerk, wurde von unserem Gastgeben Jürgen, dem Chef von Quirxel Games selbst entwickelt und ist alles in allem ein solides Spielwerk, allerdings fiel mir auf dass es noch enorme Schwächen in der Spielmechanik und einigen Truppentypen gibt, so ist leichte Infanterie einmal im Wald schon fast Schlachtfeld dominierend, da sie nicht von anderer Infanterie aus dem Wald verjagt werden kann! Dies Bedarf meiner Meinung nach noch Verbesserung.

Ein weiterer Schwachpunkt ist, meiner Meinung nach, das andauernde wiederholen von Moralwertests, wir kennen diese schon aus Wh 40k und Wh Fantasy, allerdings in stark abgeschwächter Form! Bei dem hier angetesteten Spiel muss das betroffene Regiment nach JEDEM Verlust auch wenn es sich "nur" um einen Soldaten handelt einen Moraltest machen, das geht soweit, dass ein Glückstreffer in der dritten Runde die gesamte Armee fliehen lassen kann, da ein verpatzter Moraltest auf in der Nähe befindliche Einheiten überspringen kann....so ist es in unserem Testspiel passiert, dass eine von Tim geführte Kavallerie- Attacke, die im Abwehrfeuer von Werners Kanonen zerstört und aufgerieben wurde, die befreundeten Truppen die nachrückten alle zur Flucht veranlasste (man muss auch einen Moraltest machen wenn man 15cm vom fliehenden Regiment entfernt ist)! Hier wäre eine Einschränkung wie: Moraltest erst nach 30% Verlust durchführen , etc. sehr hilfreich und angebrachter, vor allem da unser Gegner im Zentrum viel stärker und Zahlreicher war.



Zitat:
Torben:
Vorab gesagt hat mir das Spiel sehr gut gefallen, es gibt zwar noch so einige Kinderkrankheiten in den Regeln und der Durchführung, aber nichts was man nicht rasch beheben könnte. Auch besonders hat man hier noch die Möglichkeit aktiv an der Regelgestaltung mit zu wirken!

Sehr positiv finde ich, dass man für das Spiel 2 Würfelarten braucht: W6er und W100er. Die W100er für die Kanonen, die das System machen das Spiel echt besser und gefallen mir.
Natürlich könnte man noch viel mehr über die Regeln sagen, aber ich will ja nicht zu viel verraten! Wenn ihr was wissen wollt könnt ihr es ja immer mal schreiben.
Wirklich toll fand waren die Ausmaße der Schlacht. Ich zählte alleine auf unserer Seite 28 Infanterieregimenter, wobei jedes Regiment mindestens aus 24 Soldaten besteht! Mit den Kanonen und den Reitern kamen also bestimmt 1000 bis 1500 Soldaten pro Seite zusammen, mal was anderes! Auch wenn die Größe der 15mm Miniaturen nicht jedem zusagt, ich finde das sieht einfach klasse aus, was man an den tollen Bildern ja auch sehen sollte.
Jedes Volk, besser gesagt jedes Land, benutzt die gleichen Einheiten und unterscheiden sich halt nur in der Häufigkeit und der Größe mancher Regimenter. Natürlich unterscheiden sich die Figuren auch vom Aussehen...
Ach ja Figuren: erwähnt werden sollte noch, dass es nicht einen Hersteller für diese Figuren gibt, sondern mehrere (da wurden Figuren von drei verschiednen benutzt). Bei dem Maßstab fallen Unterschiede aber kaum auf.



Weitere Bilder:


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