Spielbericht Napoleonics – Franzosen gegen Preußen
Regelmäßige Forenbesucher wissen längst bescheid: in diesem Bericht geht es um die erste Schlacht, die Cabals Napoleonics Armee gegen McLongs Preußen geschlagen haben. Zur Erinnerung: Napoleonics ist ein Table Top im 15mm Format mit Regeln von Quirxelgames.
Aufstellung der Armeen
Diese Schlacht ist Mengentechnisch eher ein kleineres Manöver, bei dem die ersten Feindlichen Verbände aufeinandertreffer – vor allem Cabals Franzosen sind noch eifrig dabei neue Truppen auszuheben um gegen die Preußen anhalten zu können. (Man munkelt, dass im Hinterland auch Russland dabei ist Streitkräfte auszuheben.)
So kommt es in diesem Spiel, dass die Franzosen mit weniger Mann antreten müssen – die Preußen haben also einen Vorteil. Ob sie diesen umsetzen können wird die Schlacht zeigen, eins ist sicher – Franzosen unter Cabals Führung weichen nicht so einfach zurück, zumal ein grossteil der Überlegenheit aus Milizen besteht!
Franzosen:
- General
- 2x36 Mann (2 Bataillone) Linieninfanterie
- 3x 8-pfünder Artillerie
- 1x 24 Mann (1 Schwadron) Ulanen
- General
- 3x 32 Mann (3 Bataillone) Linieninfanterie
- 3x 6-pfünder Artillerie
- 1x 24 Mann (1 Schwadron) Landwehr Lanzenreiterei
- 3x 32 Mann (3 Bataillone) Miliz (Lützows Freikorps)
Die Schlacht
Das Manöver beginnt schlecht für die Franzosen, die Kavallerie konnte nicht zum Zug kommen, sie stand drei Bataillonen Linieninfanterie gegenüber – ein Selbstmordkommando, also musste diese sich umpositionieren, was wertvolle Zeit kostet. Während ein Französisches Bataillon die rechte Flanke verstärkt greifen die Ulanen das preußische Zentrum an, welches von Milizen und Artillerie gehalten wird – ein Zusammenbruch der Milizen würde den sicheren Verlust der Artillerie bedeuten! Die Linke Flanke der Franzosen wird von der zweiten Infanterie Einheit gehalten.

Auf Preußischer Seite rücken drei Einheiten Linieninfanterie vor um die Linke flanke zu nehmen. Das ganze wird von der Landwehr Reiterei auf der rechten Flanke unterstützt. Mit dieser Zangenbewegung sollen die Französischen Truppen in die Enge getrieben werden.
Die französische Artillerie steht dieser Aktion hilflos gegenüber – sie ist zu weit weg um effektiv feuern zu können.

Der französische Vorstoß in der Mitte verursacht der ersten Linie empfindliche Verluste, sodass diese zusammenbricht, doch in der zweiten Linie stockt der Angriff und die Kavallerie muss Verluste hinnehmen.

Dem Vorstoß der drei preußischen Infanterie- Bataillone auf der rechten Flanke steht nur ein Bataillone Franzosen gegenüber. Doch die Franzosen stehten takltisch besser: in einem Engpass steht die französische Linie während die Preußen in Marschkolonnen anrücken müssen und ihre dreifache Übermacht nicht ganz ausspielen können. Auf beiden Seiten gibt es schwere Verluste und auf Grund der fehlende Reserven bricht die Linke Flanke ein.
Ebenso erfolgreich ist der Kavallerie Vorstoß auf der rechten Flanke – trotz starker Abwehr, werden die Franzosen nieder geritten, überlebende suchen demoralisiert das weite.

Der Zusammenbruch beider französischer Flanken bedeutet das aus der restlichen Truppen, die Preußischen Truppen sind nicht mehr aufzuhalten.
Fazit:
Die Preußische Übermacht setze sich durch, doch beide Feldherren sammelten durch die Schlacht Erfahrung um für weiteres Aufeinandertreffen besser gerüstet zu sein – die Späher melden schon wieder die ersten Truppenbewegungen, die Kriegsmaschinerie läuft auf vollen Touren.
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| Mc Longs Meinung: Ich wollte bei diesem spiel in erster Linie mal die Miliz testen, und bin nach dem Ergebnis vollkommen überzeugt – ein Bataillon kostet nur 65P (im Gegensatz zu Linieninfanterie mit ca. 150P). Milizen schießen zwar sehr schlecht und laufen schnell davon, sind dafür aber im Nahkampf richtig stark, also ein gutes Preis- Leistungs- Verhältnis. Es ist sehr schwer eine so kleine Armee von 1000P aufzustellen, aber letztendlich hat es sich bewährt dem Gegner zahlenmäßig überlegen zu sein, als nur wenige starke Truppen in den Kampf zu werfen - j mehr Truppen, umso weniger wirkt sich Würfelpech aus.... Die Landwehr Kavallerie ist eine gute durchschnittliche leichte Kavallerie, die sehr gut als Störeinheit eingesetzt werden kann, denn sie ist schnell und setzt sich mit ihren Lanzen gut durch!! Die eingesetzte 6-pfünder-artillerie hat sich eigentlich nicht gelohnt, da die Trefferquote bei ca. 25% lag und die verursachten Verluste standen in keinerlei Verhältnis zu den kosten der Kanonen standen. Letztendlich war die eingesetzte Linieninfanterie, wie immer, stets verlässlich und in diesem Gefecht auch sehr stark im Mann gegen Mann Kampf! Die Trefferquote war ungewöhnlich gut!! Ein schönes kleines Gefecht, welches schleunigst wiederholt werden sollte! Und wenn es dann mal zu ernsthaften kriegerischen Auseinandersetzungen kommt, dann ist meine Preußische Armee perfekt vorbereitet!! |
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| Torbens Meinung: Um mit dem Spiel anzufangen hatte ich mir erst mal wenige Figuren gekauft, dementsprechend gering waren meine Auswahlmöglichkeiten (sogar gar keine). Jeder mit Table Top Erfahrung weiß, dass dies die schlechteste Voraussetzung ist um zu gewinnen. Ein weiterer schwerer Fehler ist mir unterlaufen: Ich hatte zu wenig Einheiten bei zu vielen Punkten! Auf der einen Seite wollte ich natürlich viele Punkte haben (wer will das nicht), auf der anderen Seite wollte ich auch McLong entgegen kommen. Kommen wir zur Schlacht: Ich hatte nicht mit einem so großen Schlachtfeld gerechnet! Mit nur 4 Einheiten eine so große Fläche abdecken ist praktisch unmöglich. Also stellte ich meine Truppen konzentriert auf! Leider standen meine Reiter einer absoluten Übermacht entgegen, deshalb musste ich die Einheit schwenken und durch die Mitte reiten lassen, was mir sogar,, trotz Kanonenbeschuss, gelang. Ich gewann sogar den Nahkampf und tötete den gegnerischen General, leider war dieser Sieg vergebens, denn die Schlacht sollte ich verlieren. Den Preußen auf der rechten Seite (wo ich die Reiter abzog) schickte ich ein Regiment meiner Jungs entgegen, also stand es dort 1 zu 3 gegen mich! Aber ich nutze einen Engpass, wo die Preußen ihre Überlegenheit nicht ausspielen konnten. Leider reichte dieser Vorteil nicht, meine Truppen mussten immer weiter zurückweichen um nicht eingekesselt zu werden Aber die Taktik ging vollkommen auf, auch wenn meine Soldaten von Anfang an dem Ende geweiht waren. Auf der anderen Seite hielten meine Soldaten McLongs Reiter wenigstens etwas in Schach, aber auch hier war die Truppenstärke der Reiter wieder wesentlich höher als die der Soldaten. Meine Kanonen waren die totale Verschwendung. Um auf mehr Punkte zu kommen, hatte ich 8 Pfünder, eigentlich wollte ich 6 Pfünder.... warum? Weil man 6 Pfünder neu ausrichten kann, die 8er waren fest an einem Platz und konnten kein einziges Mal richtig schießen! Fazit: meine Armee ist nicht für 860 Punkte zu gebrauchen, dafür eine gute und schlagkräftige 660 Punkte Armee! Dafür mache ich einfach die Linieninfanterie zu Landwehr und sparre pro Einheit 72 Punkte! Der Qualitätsunterschied fällt nur bei großen Spielen auf. Außerdem habe ich mich gut geschlagen, wenn man an die Situation denkt. |



