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Artikel geschrieben von: Werner
In diesem Test werden wir die Grundbox von etwas näher untersuchen. Unser Dank geht an dieser Stelle an , die uns ein Exemplar zum ausführlichen testen bereitgestellt haben.
Im folgenden werden wir auf den Boxinhalt, die Regeln und erste Erfahrungen beim Spielen eingehen.







In der Box befinden sich:


Auf den Bögen sind die Raumschiffe der einzelnen Fraktionen gedruckt. Mit diesen Pappschiffen werden die ersten Spiele bestritten. Es ist natürlich klar, dass echte Miniaturen schöner sind, doch mit diesen Pappmarkern hat man die Möglichkeit erst einmal jede Rasse auszuprobieren ohne sich direkt die komplette Armee zulegen zu müssen – definitiv ein Plus! Kommen wir zum Regelbuch: Das Buch umfasst 48 Seiten. Auf diesen Seiten werden die Regeln ausführlich erklärt – Beispiele und Erläuterungen sind selbstverständlich vorhanden, sodass einem die 48 Seiten erstaunlich kurz vorkommen. Das 96 Seitige Flottenbuch dürfte wohl das erste sein, was man neugierig durchblättert. In Hochglanzqualität werden hier die Völker und ihre Schiffe beleuchtet. Jedes Schiff wird mit einer kurzen Geschichte eingeführt und mit einem Bild visualisiert. Diese Bilder können Miniaturen sein (falls vorhanden) oder schön gerenderte Darstellungen. Durch die kurzen Geschichten zu jedem Bild erhalten selbst nicht Babylon 5 Kenner schnell einen Eindruck der Rassen und deren Beziehungen. Das ganze macht Lust auf mehr und dürfte wohl den einen oder anderen dazu bewegen sich die Serie anzugucken. Insgesamt also ein guter erster Eindruck. Leider vermissen wir Würfel und Referenzbögen. Doch dieses Problem ist auch schnell gelöst. Mehr dazu beim Spielebericht.



Obwohl die Regeln auf Englisch sind, stellen diese bei durchschnittlichen Englischkenntnissen keine allzu große Herausforderung dar. Nach mehrmaligem Lesen (am besten zu zweit zwecks Vokabelaustausch) hat man genug Überblick um theoretisch loslegen zu können.
Um es euch als Fantasy-Workshop Lesern leichter zu machen, fassen wir an dieser Stelle unsere ersten Erfahrungen zusammen.


Jedes Schiff besteht aus acht Profilwerten:
Wieviel Zoll sich das Schiff maximal bewegen darf.
wie oft und um wie viel Grad sich ein Schiff in der Bewegung drehen darf.
Wie stark das Schiffe gepanzert ist.
Wieviel das Schiff aushält
Wieviel Mann Besatzung das Schiff hat.
Seit wann es das Schiff gibt (interessant für Missionen)
Ob das Schiff noch andere kleinere Schiffe dabei hat.
Zusätzliche Regeln.


Nachdem man sich eine Armee ausgesucht und einen Punktewert ausgesucht hat, geht es daran die Armee aufzubauen. Hier geht das Spiel einen völlig neuen Weg. Anstatt einem Schiff einen festen Punktewert zu geben (so wie z.B. Warhammer), hat hier jedes Schiff eine Kriegsklasse. Diese Kriegsklassen sind: Patrol, Skirmish, Raid, Battle und War.
Was hat es damit auf sich? Theoretisch kann man jedes Schiff in jeder Mission einsetzen. Doch ein Kriegsschiffe auf einer Patroullien- Mission schein übertrieben. Um dies zu verhindern kosten Schiffe je nach Kriegsstufe unterschiedlich viel.
Einigt man sich z.B. auf der Kriegsstufe Raid zu Spielen, so kostet jedes Schiff auf dieser Stufe genau einen Punkt. Ein Schiff aus der Stufe Skirmish würde günstiger werden z,B. nur noch einen halben Punkt und Schiffe aus der Stufe Battle kosten doppelt so viel.


Nachdem wir uns für ein Volk, eine Kriegsstufe, eine Punktezahl und eine Armeeaufstellung entschieden haben können wir mit dem Spiel beginnen. Das Spiel teilt sich in vier Phasen auf, welche die Spieler gemeinsam durchlaufen:



Wird ein Schiff getroffen, wird immer Schaden am Schiff und an der Crew abgezogen. Sinken diese Werte unter einem bestimmten Wert, so ist das Schiff nur noch begrenzt benutzbar. Kritische Treffer (6en) haben noch mal extra Auswirkungen, die auf Tabellen erwürfelt werden.



Nachdem wir euch einen kurzen Überblick über die einfachen Regeln gegeben haben, schauen wir uns das ganze einmal in Action an. Für das erste Spiel entschied ich mich für die Earth Alliance und Torben für die Narn. Wir bauten das Spiel auf 5 Punkte in der Raid Kriegsstufe auf. An dieser Stelle möchten wir nicht den detaillierten Schlachtablauf beschreiben (Artikel über Schlachten folgen noch!) sondern auf Dinge eingehen, die uns aufgefallen sind.
Vor der Schlacht ist es ratsam sich seine Schiffe und deren Werte auf Papier herauszuschreiben – hin und her blättern im Regelbuch dauert zu lange. Außerdem muss man sich eventuelle Beschädigungen auch merken. Die Bewegungsphasen liefen allesamt sehr flüssig ab – in den Schussphasen geht es erst richtig los. Diese dauern am Anfang noch recht lange, da die Werte und Waffen noch unbekannt sind und man andauernd nachschlagen muss. Ein Referenzbogen wäre hier Gold wert gewesen! Ein direkter Nachteil ist dies für das Spiel natürlich nicht, jedes Table Top will erstmal erlernt werden, doch bei B5 tritt dieser Effekt durch die hohe Waffenzahl etwas stärker auf.

Auf jeden Fall stellten sich schnell taktische Spielsituationen ein, bei denen es auf die Werte wie Drehungen der Schiffe ankommt – hier hat das Spiel eine wesentlich höhere Spieltiefe als normale Table Top. Der Umstand, dass Schiffe keine Sichtlinien blockieren verhindert außerdem das beliebte verschanzen von starken Einheiten.



B5 ist ein sehr taktisches Table Top, bei dem es darauf ankommt, die Einheiten gemäß ihrer Vor- und Nachteile geschickt einzusetzen. Bis man diese Eigenschaften alle kennt, kann eine ganze Weile vergehen. Dank der Grundbox kann man tatsächlich alle Völker einmal antesten, was so in noch keiner Form von einem Table Top geboten wird.
Hat man erst einmal das Spielprinzip verinnerlicht stellen sich aufregende Schlachten von alleine ein und man beginnt so langsam aber sicher den Miniaturen zum Spiel zu liebäugeln – Suchtpotenzial.
Die Grundbox ist unserer Meinung nach ihren Anschaffungspreis durchaus Wert – zumal man diesen ohne Probleme mit mehreren Spielern teilen kann, da Schiffe für jeden vorhanden sind.
Es fehlen zwar ein paar Kleinigkeiten wie Würfel und Referenzbögen, doch dank eifriger Fans muss man auf diese auch nicht verzichten.

Also: Kauftipp, für alle die Strategische Table Tops mögen!


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