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Artikel geschrieben von: Darkblade



Die Technik des Blacklinings kommt immer dann zum Einsatz wenn man mehrere Teile voneinander „trennen“ möchte, man also darstellen will das dieses Teil, diese Sektion oder was auch immer nicht aus einem Guss sondern aus verschiedenen Einzelteilen besteht.

Als Beispiel: Finger von Modellen aller Art, Rüstungsteile die aneinander liegen, Hände die Waffengriffe umschließen usw.

Kurzum: Mit Blacklining setzt man einfach einen tiefschwarzen Schatten, um 2 Teile klar voneinander zu trennen.

In der Realität sieht man gute Beispiele für das, was man an der Miniatur nur kopiert. Nehmt zum Beispiel eure Hände. Ballt sie zur Faust und schaut euch eure Finger an. Zwischen den Fingern sind tiefschwarze Schatten, genau diese Schatten sind es die man durch Blacklining darstellt.

Besonders sinnvoll wird Blacklining wenn man ein Teil hat, welches zwar aus mehreren Komponenten besteht doch durchgehend die selbe Farbe hat. Malt man es nur in einer Farbe an, sieht es trist, eintönig und überhaupt nicht filigran aus. Gut, man kann es schattieren (siehe Schattieren) und akzentuieren (siehe akzentuieren) doch wird diese Komponente immer noch wie aus einem Guss erscheinen, nur etwas plastischer. Teilt man die einzelnen Komponenten aber durch Blacklining ab, so sieht man auf den ersten Blick das dieses Teil aus vielen Einzelteilen besteht, es wirkt dadurch sehr viel „lebensechter“.

Selbstverständlich ersetzt Blacklining das Akzentuieren und Schattieren nicht, sondern ergänzt es hervorragend. Keine andere Technik ließe sich zum Beispiel anwenden um darzustellen das die Hände eines Modells nicht am Griff seiner Waffe festgewachsen sind. Egal wie fest der Krieger sein Schwert, seine Axt, Keule oder was auch immer greift, es sind immer zwei einzelne Teile und dazwischen gibt es immer einen Spalt. Und egal wie klein dieser Spalt auch ist, in ihm ist es dunkel, und daher wird er immer als dünne schwarze Linie sichtbar die man sehr gut Maltechnisch simulieren kann.




Den meisten müsste bis hierhin schon klar sein wie einfach und simpel das Blacklining eigentlich ist. Im Grunde genommen ist es nichts anderes als das vorsichtige Nachzeichen der Konturen der Komponenten mit Schwarz. Hat man also einen Panzer auf dem eine Luke nur dadurch dargestellt wurde das eine Lukenform durch „Rillen“ gezeichnet wurde, zieht man diese vorsichtig mit schwarz nach, und schon scheint ein einfaches Viereck das auf den Panzer geprägt wurde wie eine Klappe an deren Rändern sich Fugen befinden. Betrachtet man die GW Fahrzeugmodelle genauer findet man eine ganze Menge dieser Klappen, aneinander grenzende Panzerplatten und vieles mehr das nur durch Fugen dargestellt wurde. Zieht man diese Konturen mit schwarz nach erhält man ein sehr viel Filigraneres Modell das nicht mehr wie ein Klotz, sondern eine fein modellierte Ansammlung vieler Einzelteile aussieht.

Doch auch Infanteriemodelle profitieren sehr vom blacklinen. Alleine bei den eher detailarmen taktischen Marines (gut, man kann nachhelfen, doch nehmen wir einen Standardmarine ohne Zusatzbitz). Selbst gut bemalt, schattiert und akzentuiert schaut er eher grob modelliert und aus wenigen Teilen bestehend aus. Zieht man aber feine schwarze Linien um die Kniekappen, die Ellbogengelenke, die Kniekehlen, die Finger, die einzelnen Komponenten des Helms usw. erhält man am Ende ein sehr detailliert ausschauendes Modell dessen Rüstung tatsächlich aus unzähligen Komponenten zusammengesetzt zu sein scheint. Natürlich gilt dies nicht nur für Space Marines sonder so ziemlich jedes andere Modell auch, sei es das Shirt vom Catachanischen Soldaten oder die Lumpen eines Zombies. Alles frei nach dem Motto: „Drum trenne was nicht fest verwachsen ist“

Die Ausführung ist wie gesagt denkbar einfach. Im Grunde genommen wird einfach an der „Verbindungsstelle“ ein dünner schwarzer Strich mit einem feinen Pinsel gezogen, und unverdünntes Black Ink. Ink statt Farbe deshalb, weil Inks zum einen schön in die Fuge oder die Ecke der Verbindungsstelle hineinläuft, und zum anderen einen „weichen“ Übergang schafft. Ein mit Ink gezogene Linie wirkt nicht so hart wie eine mit Farbe gezogene Linie da sie zu den Rändern hin „schwächer“ wird. Im Grunde genommen sollte aber jeder ausprobieren womit er besser Blacklinen kann, Farbe oder Ink.


Auch gilt wieder: Ausprobieren ! Ihr werdet sehen, das ihr mit dieser einfachen Technik eine unglaubliche Aufwertung eurer Modell erreicht, den sie sehen um ein vielfaches filigraner und feiner aus.
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